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Rolls-Royce: Technologieprogramm LEMCOTEC gestartet

lemcotecPotsdam - Für das neue europäische Technologieprogramm LEMCOTEC (Low Emissions Core Engine Technologies) fand in Potsdam das erste Arbeitstreffen statt. Das Programm wird von Rolls-Royce Deutschland geleitet.

Das  Forschungsprojekt, das von der EU in ihrem 7. Rahmenprogramm kofinanziert wird, verfügt über ein Gesamtbudget von 68,5 Millionen Euro und wird über vier Jahre laufen. LEMCOTEC hat zum Ziel, durch Verbesserungen der Triebwerksarchitektur die Kohlendioxid-Emissionen gegenüber Technologien und Standards aus dem Jahr 2000 um mindestens 20 Prozent und bis zu 30 Prozent zu reduzieren sowie die Stickoxid-Emissionen um mindestens 65 Prozent und bis zu 70 Prozent auf der Triebwerksebene zu verringern. Mit diesen Bestrebungen wird LEMCOTEC eine bedeutende Rolle dabei spielen, die im Rahmen der strategischen Forschungsagenda ACARE 2020 (Advisory Council for Aeronautical Research in Europe) für den Antrieb festgelegten Ziele zu erfüllen beziehungsweise zu überbieten.

Neben Rolls-Royce Deutschland sind 35 weitere europäische Partner an dem Projekt beteiligt, wie zum Beispiel SNECMA, MTU Aero Engines, Rolls-Royce plc, Volvo Aero, ITP, Avio, Turbomeca, das Deutsche und Französische Zentrum für Luft- und Raumfahrt – DLR und ONERA – sowie auf dem Gebiet führende europäische Universitäten.
Sie wollen gemeinsam neue Verdichtertechnologien entwickeln, mit denen ein ultra-hohes allgemeines Druckverhältnis von bis zu 70:1 (bedeutend höher als heute im Dienst befindliche Luftfahrtantriebe) erzeugt werden kann. Sie wollen außerdem die Brennkammertechnologie verbessern und neue Triebwerksstrukturen entwickeln, die wesentlich höheren Drücken widerstehen können. Es wird beabsichtigt, das Potenzial der neuen Technologien zu bestätigen und sie zur Reife zu bringen, um sie in neuen Triebwerk-Demonstratorprojekten zur Anwendung bringen zu können.

Dr. Ralf von der Bank, Koordinator des LEMCOTEC Forschungsprogramms, sagte: "Die Erhöhung des thermischen Wirkungsgrads durch ein höheres allgemeines Druckverhältnis im Triebwerk auf bis zu 70:1 ist technisch ein sehr anspruchsvoller Weg zur Reduzierung von CO2- und NOx-Emissionen. LEMCOTEC wird in der Luftfahrtindustrie einen wesentlichen Beitrag leisten, um die ACARE-2020-Umwelt-Ziele zu erreichen und vielleicht sogar zu überbieten."
LEMCOTEC schließt an die Programme NEWAC (core engine up to over all pressure ratios of 50:1 without intercoolers) und DREAM (ultra-high bypass ratios with open rotor engines) an. Es interagiert auch mit den SAGE-Programmen, die im Rahmen der Gemeinsamen Technologie-Initiative (JTI) CLEAN SKY definiert wurden, beziehungsweise ergänzt diese. LEMCOTEC zielt darauf ab, der europäischen Triebwerksindustrie ein breites Spektrum an verfügbaren und bedeutsamen Technologien für die Entwicklung zukünftiger Antriebe bereitzustellen.

Kontakt:

Dr. Ralf von der Bank
Koordinator LEMCOTEC Forschungsprogramm
Tel.: +49 33708 61373

 

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